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Heiliger Nikolaus

Nikolaus und sein echtes Vorbild

Am 6. Dezember feiern wir den Heiligen Nikolaus. Es hat sich mittlerweile durchgesetzt, dass Kinder in Deutschland in der Nacht davor ihre Schuhe vor die Tür stellen, um am nächsten Morgen Süßigkeiten und kleine Geschenke darin zu finden. Doch wo kommt dieser Brauch her? Wer war der Heilige Nikolaus wirklich und woher kam er? Wofür war er berühmt und was war sein Verdienst?

Zum Mythos des Heiligen Nikolaus verschmolzen zwei Gestalten: zum einen Bischof Nikolaus von Pinora (6. Jh.) und zum anderen Bischof Nikolaus von Myra (3.-4. Jh.). Dieser kam um 280 in Patara (heute Demre) in der Nähe von Antalya auf die Welt. Als 19-Jähriger wurde er von seinem Onkel zum Priester geweiht. Danach war Nikolaus Abt des Klosters Sion und später Bischof von Myra.

Leben, Wirken und Legenden

Über das Leben und Wirken des Heiligen Nikolaus ist nicht viel überliefert. Fest steht, dass er das von seinen Eltern erhaltene Erbe an Notleidende weitergab. Bekannt war Nikolaus von Myra vor allem durch viele weitere gute Taten, Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft. Er war ein großer Freund der Kinder und Helfer von Menschen in Not. Darum zählt er heute zu den beliebtesten Heiligen der christlichen Welt. Auch gibt es viele Legenden, in denen sein Wirken im Mittelpunkt steht. 

Drei goldene Äpfel

Üblicherweise wird der Heilige Nikolaus mit drei goldenen Äpfeln in der Hand abgebildet. Dem liegt eine Geschichte zugrunde: Es lebte einmal ein Mann, der drei Töchter hatte. Da die Familie sehr arm war, sah sich der Vater gezwungen, die Töchter auf dem Marktplatz als Dirnen anzubieten. Das hörte der junge Nikolaus, und um den Mädchen zu helfen, schlich er sich nachts an ihr Fenster und warf drei Goldstücke, so groß wie Äpfel, in deren Zimmer. Die Töchter mussten nicht versklavt werden, bekamen von ihrem Vater eine reiche Aussteuer, heirateten und lebten von nun an im Glück

Stillung des Seesturms

Einst segelten Seemänner über das Meer. Plötzlich gerieten sie in Seenot und mussten um ihr Leben bangen. Doch dann beteten sie zum Heiligen Nikolaus um Hilfe. Daraufhin erschien eine männliche Gestalt, der es gelang, das Schiff zu navigieren und sicher in den Hafen von Myra zu bringen. Als die Männer in der dortigen Kirche Gott danken wollten, erkannten sie in dem Bischof von Myra den Heiligen Nikolaus. Darum gilt dieser als Schutzpatron der Seeleute. Gleichzeitig ist der Heilige Nikolaus unter anderem Schutzpatron der Kaufleute und Schneider, Juristen und Gefängniswärter, Gefangenen, Diebe und Prostituierten, Apotheker, Metzger und Bäcker. Nikolaus ist ebenfalls Patron der Kinder und Alten, Schüler und Studenten, Ministranten, Liebenden und Gebärenden.

Feierlichkeiten zu Nikolaus

Je nach Land wird der Heilige Nikolaus anders gefeiert. In Deutschland stellen Kinder, immer häufiger auch Erwachsene, in der Nacht zum 6. Dezember ihre Schuhe vor die Haustür. Nachts ist nämlich der Nikolaus - gekleidet in ein rotes Bischofsgewand - auf einem Schlitten unterwegs und bringt Geschenke. Manchmal besucht er auch Kinder in Kindergärten und Schulen. Dann gibt es eine Nikolausfeier. Ein als Nikolaus verkleideter Gast schlägt ein Buch auf und liest die guten und schlechten Taten der Kinder des vergangenen Jahres vor. Danach verteilt er Geschenke.

In Österreich werden bunte und laute Nikolausumzüge veranstaltet. Es gibt auch die Krampus-Umzüge: Krampus ist das Gegenteil von Nikolaus. Jener bestraft Kinder, die nicht brav waren, natürlich nur auf symbolische Art. Einen große Bedeutung kommt den Kostümen zu: Sie werden oft in Handarbeit hergestellt. Das Klausjagen in der Schweiz wiederum entstammt dem heidnischen Brauch, nach dem früher Menschen laut durch die Dörfer zogen, um böse Geister zu verjagen.  

Wissenswertes

Wusstest du eigentlich, dass Kinder der Vor- und Grundschulen in Luxemburg am Nikolaustag schulfrei haben? 

Und dass der Heilige in vielen slawischen Ländern als Patron der Familie gefeiert wird? 

In manchen Ländern, wie zum Beispiel in den Niederlanden oder in Belgien ist die Nikolausfeier sogar wichtiger als Weihnachten

Und es gibt Länder, wo Nikolaus die Geschenke nicht in die Stiefel, sondern unter die Kopfkissen der Kinder legt.

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