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Naschwerk aus Hessen

Die typische Antwort auf die Frage nach urhessischen Gerichten beschränkt sich meist leider nur auf Grie Soß,  Rippchen mit Kraut und Handkäs mit viel Musik. Aber ist da nicht noch mehr? Auf jeden Fall gibt es mehr als das! Wunderbare Süßwaren, die leider so oft in Vergessenheit geraten. Dabei sind sie doch so essentiell! Denn Nachtisch muss definitiv bei einem guten Essen enthalten sein. Spätestens aber beim fünf Uhr Tee wird ein etwaiges Fehlen von Süßspeisen deutlich. Aber was gibt es denn nun an typisch hessischen Süßspeisen?

Besonders im Herbst sind allerlei Blechkuchen sehr beliebt, herrscht doch ein Überfluss an Fallobst jeglicher Art. Seien es Zwetschgen, Äpfel oder Stachelbeeren, alles das den Anschein macht, auf einem Blechkuchen zu schmecken, wird von den Hessen auch zu einem solchen verarbeitet. Gerne wird dazu auch eigens vorbereiteter Zwetschgenmus gereicht, ein gekochter Brei aus Früchten, Zucker und diversen Gewürzen.

Rund um Weihnachten kommen die Bethmännchen wieder in Mode, eine Spezialität aus dem Raum Frankfurt am Main. Ihren Namen haben die Gebäckmännchen von der Frankfurter Bankiersfamilie Bethmann. Zum Herstellen werden ausreichend Marzipan, Puderzucker, gemahlene Mandeln und Rosenwasser benötigt. Für die Garnierung dienen halbierte Mandeln inklusive Eigelb als Glasur.

Ein weiteres typisch hessisches Süßgericht ist der Kischenmichel aus der südhessischen Küche. Aus altbackenen Brötchen wird mit anderen Zutaten ein Teig geformt, der mit Kirschen und verschiedenen Gewürzen, darunter häufig Zimt und Vanille, versetzt wird.

Auch über Landesgrenzen hinaus ist er bekannt, der Frankfurter Kranz. Diese Torte aus der namensgebenden Stadt besteht meist aus einem Biskuitteig, der mehrfach unterteilt wird. Wieder zusammengesetzt wird er durch einzelne Schichten Buttercreme und roter Fruchtkonfitüre. Doch nicht genug der Buttercreme, denn verkleidet wird der Frankfurter Kranz ebenfalls mit ihr, garniert durch Krokantstückchen sowie Cocktailkirschen.

Zu guter Letzt kommt noch das, was es wohl in jedem Bundesland unter einem anderen Namen zu erwerben gibt: der Kreppel. Manch einem ist er auch sicherlich als Krapfen, Berliner oder Pfannkuchen bekannt, doch in Hessen wird dieses Stück ausgebackenen Teigs nun mal Kreppel betitelt. Als krönenden Abschluss werden die wunderbaren Hefeteigkugeln noch in Zucker gewendet oder aber gar mit Fruchtkonfitüre gefüllt. Diese Leckerei wird vorzugsweise und traditionell zur fünften Jahreszeit, dem Karneval, verzehrt.

 

Ein süßer kulinarischer Rundgang durch Hessen, der dazu aufrufen soll, nicht immer nur zu Schokolade zu greifen, denn es gibt mehr, was die Heimat für einen bereit hält. 

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