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Tanzverbot über Ostern

De Winder neicht sich em End zu, die Hase komme aus de Löcher - des kann doch nur heiße, dass de Frieling Inzuch hält.

Vielerorts begannen bereits recht früh im Jahr, durchaus schon Ende Februar, die ersten Ostermärkte. Anfang April ist es dann endlich überall wieder so weit: die Fastenzeit geht für viele zu Ende und Kinder dürfen Ostereier in den Gärten suchen.

Getrübt wird die Euphorie einiger jedoch durch das in Hessen geltende Tanzverbot über Ostern. Ja, ganz recht: ein Tanzverbot. Diese sogenannten "stillen Tage" gibt es über das Jahr verteilt und mit Unterschieden, die je nach Bundesland variieren. So gibt es am Karfreitag fast bundesweit ein ganztägiges Tanzverbot, in Hessen gilt dieses ebenfalls an Karsamstag sowie Ostersonntag und -montag, dann jedoch nur von 4-12 Uhr. Also heißt es auf öffentlichen Veranstaltungen lieber die Füße still zu halten, oder aber sich als Rebell á la Kevin Bacon aus "Footloose" zur Wehr zu setzen.

Wenn es ums Tanzen und um Volksfeste geht, dann sind auch ganz historisch korrekt meist Trachten und Musik nicht weit. In früheren Zeiten wurden solche Tänze um Bäume herum abgehalten, wovon die "Tanzlinde" in Schenklengsfeld in Osthessen sicher einiges erzählen kann. Die Linde hat viel erlebt, immerhin wird ihr Alter auf über 1000 Jahre geschätzt. Doch ob sie nun Mittelpunkt für frühe Gerichtsverfahren oder fröhlich bunte Volksfeste war, der älteste Baum Hessens wird regelmäßig alle zwei Jahre mit dem Lindenblütenfest geehrt.

Mit seinem Alter und seinem Ausmaß ist dieser Baum etwas Besonderes, auch wenn man denke könnte, Hessen besitze noch genügend andere Bäume. Denn unser grünes Hessenland ist tatsächlich auch noch das Bundesland, welches die meisten Waldgebiete in Deutschland sein Eigen nennt. Kein Wunder also, dass sich so viele Tierarten hier heimisch fühlen und sich nach mittlerweile fast 150 Jahren Abstinenz sogar wieder einige Wölfe hierher verirren.

Wir Hessen lassen uns einiges einfallen, um uns einen Ausgleich zum Großstadtdschungel zu schaffen. Ein Vorzeigebeispiel hierfür ist das Arboretum rund um Eschborn, Sulzbach und Schwalbach. Auf gut 76 Hektar ist seit den 1980er Jahren eine Waldparklandschaft entstanden, die ihre Besucher in eine andere Welt entführt. Geologische und Naturlehrpfade führen Spaziergänger für knapp 2 Stunden durch verschiedene Wälder, welche Pflanzen aus aller Welt beheimaten - und das ganz ohne Gewächshaus!

Eine etwas andere Art, um einen tollen Blickwinkel auf die nahe Natur zu bekommen, ist Geocaching. Viele "Cacher" führen ihre Mitstreiter auf der Schnitzeljagd an tolle Orte, zu denen sie sich sonst vielleicht nicht verirrt hätten. Ob Rätsel, liebevoll angelegte Naturlehrpfade oder einfach nur die Möglichkeit zu einem entspannten Spaziergang, Hessens Wälder haben viel zu bieten.

 

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